Wie funktioniert die Laserbehandlung?

Die Lasik-Operation dauert in der Regel nur wenige Minuten und ist schmerzfrei. Bei diesem Verfahren wird zunächst mit einem hobelartigen "Mikrokeratom" ein dünnes Scheibchen der Hornhaut, "flap",  teilweise abgetrennt und zur Seite geklappt. Danach wird mit einem computergesteuerten Excimer-Laser eine dünne Schicht der Hornhaut individuell abgedampft, um die Brechkraft der Hornhaut zu korrigieren. Als letzter Schritt wird das Hornhautscheibchen wieder zurückgeklappt. Es saugt sich von selbst fest und muss nicht angenäht werden.
LASIK ist die Operation mit den geringsten Beschwerden und dem schnellsten Heilerfolg. Wir gewähren ein Jahr "Garantie", also kostenlose Nachkorrektur, falls sie innerhalb dieser Zeitspanne (wieder) fehlsichitg werden sollten.

Ich bin kurzsichtig. Kann ich mit LASIK behandelt werden?

Kurzsichtigkeit ist eigentlich der Idealfall für eine Laserbehandlung. Kurzsichtigkeit kann oft  bis ca. -10 Dioptrien mit LASIK gut korrigiert werden. Die zwei Voraussetzungen sind eine ausreichende Hornhautdicke und eine nicht zu weite Pupille. Wenn eine große optische Zone wegen einer jugendlichen sehr weiten Pupille erforderlich wird, wird der Laser- Abtrag auch entsprechend tief. Die Tiefe das Abtrags wird natürlich durch die Dicke der Hornhaut begrenzt. Es treten Störungen beim Dämmerungssehen auf, wenn die gelaserte Zone der Hornhaut kleiner als die Pupillenweite ist. Diese Störungen können sich äüßern als " halo", also Höfe um Lichter, oder "starburst", also Lichtstreifen kreuz und quer durch punktförmige Lichtquellen. Mit entsprechenden Abtragsprofilen vermeidet man diese Störungen. Wenn ein Kompromiß nicht möglich ist, sollte man von der Lasik Abstand nehmen und evt. auf eine andere Korrekturmethode zurückgreifen.
Die Voruntersuchung mit dem Orbscan- Gerät zeigt genau, ob die Hornhaut und das Auge insgesamt für eine Laseroperation geeignet ist.
Bei Kurzsichtigkeiten unter 8 Dioptrien und normal geformter Hornhaut kann die Lasik dann unkompliziert durchgeführt werden.

Ich bin weitsichtig. Kann ich mit LASIK behandelt werden?

Weitsichtigkeit zu korrigieren ist nicht schwieriger als andere Fehlsichtigkeiten. Nur der Stärken- Bereich der gelasert werden kann ist kleiner. Etwa +4 Dioptrien können behandelt werden. Prinzipiell gilt dabei alles was oben zur Kurzsichtigkeit gesagt wurde in gleicher Weise. Zusätzlich muß man bedenken, daß bei der Korrektur der Weitsichtigkeit eine Tendenz zur Regression (Rückbildung) in Richtung der alten Brillenwerte vorhanden ist. Das liegt daran, daß bei der Hyperopie praktisch ein Doppelprofil gelasert werden muß; dadurch entsteht ein ringförmiger Graben um die nun stärker gekrümmte neue optische Mitte der Hornhaut. Die Natur hat aber immer die Tendenz, Löcher zu füllen; dadurch wird quasi der Effekt der Laserbehandlung teilweise wieder zunichte gemacht. Dieser Effekt tritt beim Kurzsichtigen nicht auf. Dennoch kann auch Weitsichtigkeit mit sehr gutem Erfolg mit Lasik behan delt werden. Anhand der Voruntersuchungsergebnisse können wir Ihnen sagen, wenn auch noch etwas mehr als +4.0 Dioptrien korrigierbar sind. Dies kann der Fall sein, wenn die Weitsichtigkeit mit einer Hornhautverkrümmung kombiniert ist.

Ist Alterssichtigkeit (Lesebrille im Alter) behandelbar?

Nein, nicht mit dem Excimerlaser.
Ja, mit Einpflanzen einer Mehrstärken- Linse in das Auge.
Die Korrektur der Alterssichtigkeit mit dem Laser wurde natürlich versucht, die entsprechende Formung der Hornhaut brachte aber kein überzeugendes Ergebnis. Ursache der Altersichtigkeit ist ja eine abnehmende  Flexibilität der Augenlinse und kein Fehler im optischen System Auge bzw. an der Hornhaut. Daher ist die Korrektur an der Hornhaut auch nicht möglich. Linsen, die wie bei einer OP des grauen Stars in das Auge eingesetzt werden, gibt es auch als Mehrstärkenlinsen.  Leider ist die Korrektur auch nicht für jedes Auge ideal geeignet; daher müssen wir bei einer Voruintersuchung auch genau herausfinden, wer am Ende dann tatsächlich als älterer Mensch ganz ohne Brille für Ferne und Nähe auskommen kann.

Gibt es unerwuenschte Nebenwirkungen bei der Lasik bzw. PRK Behandlung?

Natur und Biologie sind nicht wirklich exakt mathematisch zu erfassen. Daher kann selbst bei exakter Voruntersuchung und Behandlung ein bestimmtes Operationsergebnis nicht hundertprozentig vorausgesagt und garantiert werden. Auf jeden Fall wird eine deutliche Minderung der Fehlsichtigkeit erreicht; wenn der angestrebte Wert jedoch nicht ganz erreicht wird, fragen wir bei Lasik auch nicht lange nach sondern empfehlen eine kostenlose Nachkorrektur.
Nachkorrekturen sind zwar mit dem Allegretto- Laser relativ selten (unter 10 %), wenn sie aber gewünscht werden, sind sie einfach durchzuführen: Der flap wird wieder aufgeklappt und es wird eine Feinkorrektur nachgelasert. Das Ergebnis ist meistens recht genau. Wissenschaftliche Studien sprechen dafür, daß das Behandlungsergebnis beim Kurzsichtigen dauerhaft stabil bleibt. Dies wird auch durch Patienten bestätigt, die schon vor ca.- 15 Jahren gelasert worden sind. Damals scheute man nicht davor zurück, bis -17 Dioptrien mit PRK zu behandeln. Diese Augen sehen bei Kontrollen heute noch alle sehr gut aus.
Ein erneutes Auftreten oder eine  Verschlechterung der Kurzsichtigkeit kann unabhängig vom Laser-Eingriff die Folge eines gegetisch vorprogrammierten weiteren Wachstums des Auges sein. Hierdurch kann der Behandlungseffekt mit der Zeit teilweise  wieder aufgehoben werden.
Auf "typische" Nebenwirkungen müssen wir vor der  Excimerlaserbehandlung hinweisen, acuh, wenn diese selten sind: Technisches Versagen, Unter- und überkorrektur, Lichtstreuungs- Phänomene, Narbenbildung, Schnittkomplikationen, vorübergehend trockenes Auge, Entzündungsreaktionen auch im "interface" zwischen flap und Hornhautbett und Keratektasie. Letztere, die Keratektasie, ist tatsächlich eine ernsthafte Komplikation, wobei so viel weggelasert wurde, daß das Hornhautbett zu dünn und nicht mehr stabil ist. Da wir heute alle Schichtdicken messen können und darüber hinaus auch noch  Sicherheitsreserven eingebaut sind, sollte es nicht mehr zu dieser fortschreitenden unkontrollierten Verdünnung der Hornhaut nach der OP kommen. Aus der Vergangenheit vor Einführung des Orbscan- Gerätes kennen wir gelegentliche Keratektasien.; es waren dies gelaserte Patienten  mit einer Frühform des sogenannten Hornhautkegels (Keratokonus). Der Hornhautkegel ist eine anlagebedingte und fortschreitende Erkrankung mit Verdünnung der unteren Hornhaut; diese Fälle können heute sicher von der Behandlung ausgeschlossen werden. Es treten somit nur sehr selten noch Komplikationen auf.

Sind nach Lasik Langzeitschäden zu befürchten?

Bis heute sind keine Langzeitschäden bekannt geworden.
Die LASIK-Methode wurde 1999 von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und dem Berufsverband der Augenärzte (BVA) als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zur Korrektur von Sehfehlern bewertet. Natürlich wäre es vermessen, zu sagen, dass eine Operation - egal welcher Art - keine Risiken birgt.
Die Sicherheit des Behandlungsergebnisses ist vom handwerklichen Können des behandelnden Arztes und von der hohen Qualität der Ausrüstung inklusive der Einmalmaterialien abhängig. Nur durch die perfekt und gewissenhaft durchgeführten Voruntersuchungen ist ein optimales Ergebnis zu erreichen. Sprechen die Werte der Untersuchung gegen eine Laserbehandlung, werden wir Ihnen von der Operation abraten. 

Uebernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten?

Die Bundesärztekammer hat die Laser-behandlungen am Auge in den Katalog selber zu tragender Gesundheitsleistungen eingetragen.

Privatversicherer übernehmen gelegendlich die Kosten der Behandlung.

Gesetzliche Krankenversicherer müssen die Kostenübernahme ablehnen, da eine Brille als ausreichend angesehen wird. (Wird aber auch nicht mehr übernommen, da kein Geld vorhanden ist.)

Kann meine Hornhautverkrümmung behandelt werden?

Hornhautverkrümmung oder Astigmatismus kann grundsätzlich gut behandelt werden. Voraussetzung ist, daß die Hornhautverkrümmung nicht zu hoch ist. Vier Dioptrien lassen sich an einer normal dicken Hornhaut gut lasern. Auch etwas höhere Werte sind korrigierbar, allerdings kommt es dann zu einer leichten Einschränkung der Sehschärfe und des Kontrastsehens durch die zunehmend kleiner werdende optische Zone nach der OP und außerdem durch die leicht unsymmetrische Form der Hornhaut als Ergebnis der Laserbehandlung. Wir lasern bei entsprecheden Voraussetzungen auch einmal fünf Dioptrien Astigmatismus.
Meistens ist die Hornhautverkrümmung mit einer Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit kombiniert. Eine leichte Weitsichtigkeit (Brillenwerte) erleichtert sogar die Behandlung der Stabsichtigkeit mittels LASIK.

Welche Lasertechnik wird in Bocholt angewendet?

Die Laser-24 GmbH arbeitet bei LASIK mit folgenden Geräten:

 

Excimerlaser: Allegretto- Wavelight

Mikrokeratom: AMO (Advanced Medical Optics) SIS- Mikrokeratom; Schnittdicke 120 oder 140 Mikrometer

 

Meine Hornhaut ist zu dünn. Wie kann man behandeln?

Wenn die Hornhaut unter 500 Mikrometer (1/2 mm) dünn ist, würde bei einer Lasik mit 140 Mikrometer- Schnitt + 350 Mikrometer Rest- Hornhautdicke praktisch nichts mehr für die Laserbehandlung übrig bleiben. Es wäre also kein Hornhaut- Gewebe abtragbar, ohne die Stabilität der Hornhaut zu gefährden. Daher wendet man bei dünner Hornhaut andere Methoden, die sog. PRK (Photorefraktive Keratektomie) oder LASEK (Laser epithelial Keratomileusis) an. Dabei wird die oberste Kappe der Hornhaut ("flap") nicht wie bei der LASIK geschnitten, sondern es wird direkt auf der Augenoberfläche, der sog. Bowmann- Membrane gelasert. So bleibt die Hornhaut dick genug und damit stabil. Die Ergebnisse sind gleichermaßen sehr gut, nur die Heilungsphase ist etwas länger und unangenehmer; wir setzen für einige Tage eine Verband- Kontaktlinse ein.

Aktuelles:

Alterssichtigkeit jetzt behandelbar!

Weg mit der Lesebrille! Nie mehr grauer Star! Praktisch alle Fehlsichtigkeiten...


LASIK Augenoperation steuerlich absetzbar

Kosten für (LASIK) Laser-Augenoperation steuerlich als außergewöhnliche...